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Wanderreiten -  eines der letzten Abenteuer

Streckenplanung und Übernachtung

Zum Wanderreiter-Treffen plant jeder seine Strecke und Übernachtungen auf eigene Faust.
Wanderreitern, die noch nicht viel Erfahrung haben,
möchte ich hier eine kleine Hilfestellung geben:

in unbekanntem Gelände seid Ihr mit 20 bis höchstens

25 km pro Tag in der Regel gut ausgelastet.


Als Karten sind die 25 000er Topografischen
am besten geeignet.

Wenn ich einen Wanderritt plane, gehe ich so vor:

Ich verschaffe mir zuerst einen Überblick der gesamten Strecke in einer 50 000er oder 100 000er Karte und besorge mir dann die entsprechenden topographischen 25 000er Karten.
Ich messe die gerade Strecke auf der Karte zwischen Start und Ziel.
Dann ergibt sich (zum Beispiel) bei 20cm eine Luftlinie von 80km, wenn man von einer 25 000er Karte ausgeht, denn 1cm in der Karte sind 4km in der Natur.
In einer Mittelgebirgslandschaft, wie die Gegend um Schmallenberg ist, rechnet man hoch auf den Faktor 1,6 %. (80km x 1,6) So kommt man auf eine tatsächliche Reitstrecke von ca. 128 km.
Möchte ich diese in fünf Tagen reiten, teile ich die Luftlinie in fünf gleiche Strecken und suche mir jeweils im Bereich der Schnittstelle eine Unterkunft. Das tue ich via Internet oder indem ich den Ort anfahre und mich dort „durchfrage“: Wo kann ich schlafen, essen und wo kann mein Pferd übernachten?
Wenn man Glück hat, findet man einen Ort, wo man selber übernachten und essen kann und das Pferd auch. Aber längst nicht immer findet man eine perfekte „Wanderreitstation“ und man muss improvisieren. Probiert es mal aus und Ihr werdet Euch wundern, wie viele freundliche Menschen es gibt, die Euch bei Eurem Vorhaben behilflich sind. In ländlichen Gegenden kennt fast jeder Pensionsbesitzer einen Bauern oder Privatmenschen, der ein Stück Weide oder einen Stall zur Verfügung stellt und viele Weidebesitzer, die spontan eine private Übernachtungsmöglichkeit anbieten oder bereit sind, Euch zur nächsten Pension zu fahren und morgens wieder abzuholen.
Es muss also nicht unbedingt eine ausgeschriebene Wanderreitstation sein, denn davon scheint es in der Gegend um Schmallenberg sowieso keine zu geben.
Erst wenn ich meine Übernachtungsstation festgelegt habe, zeichne ich die Wege von Station zu Station in die Karte ein.
Es macht Sinn, die einzelnen Kartenabschnitte in Kunststofffolie laminieren zu lassen. So sind sie auch bei Wind und Regen leicht zu händeln.

Das Abenteuer Wanderreiten beginnt bei der Planung und ich wünsche Euch viel Spaß dabei!